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Heddesdorf

Gründung von Volksbibliotheken

Ein Ziel des "Heddesdorfer Wohltätigkeitsvereins" war es, der Armut auch durch einen höheren Bildungsstandard zu begegnen.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen veranlasste zu diesem Zweck auch die Einrichtung von Volksbibliotheken, deren Bücher unentgeltlich an die Gemeindebewohner ausgeliehen wurden.

 

Vorzeitige Pensionierung und anschließende Beratertätigkeit

1864/65 war Raiffeisen wegen seines sich stark verschlimmernden Augenleidens und den Folgen eines vor Jahren erlittenen Nervenfiebers kaum mehr in der Lage, seine Amtsgeschäfte als Bürgermeister von Heddesdorf ohne fremde Hilfe und zu seiner eigenen Zufriedenheit zu führen. Er wurde 1865 vorzeitig pensioniert und widmete sich als Berater dem Aufbau zahlreicher Spar- und Darlehnskassen-Vereine nicht nur in der näheren Umgebung.

 

"Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein"

1854 gründete Friedrich Wilhelm Raiffeisen den "Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein", aus dem 1864 der "Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein" entstand. Hiermit nahm das neuzeitliche ländliche Genossenschaftswesen seinen Anfang, in das von nun an auch sozialpflegerische Bereiche einbezogen wurden.

 

Lehrerbesoldungsfond

Am 9. Juli 1864 schlug Raiffeisen vor, einen Lehrerbesoldungsfond einzurichten. Er erkannte, dass die Gemeinden bald nicht genügend Geldmittel zur Verfügung haben würden, die Lehrergehälter zu zahlen.