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Die "Landwirtschaftlichen Vereine"

In den Orten Heimbach, Waldbreitbach, Asbach, Dierdorf, Urbach, St. Katharinen, Morsbach befanden sich "Landwirtschaftliche Vereine". Diese waren dem Dachverein des "Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen" angegliedert. 

Die erstaunliche Verbreitung seiner Idee verdankte Friedrich Wilhelm Raiffeisen vor allem der Initiative dieses Dachverbandes. Dort wurde 1867 beschlossen: "Die Gründung und Pflege der Darlehnskassen-Vereine nach dem Systeme des Bürgermeisters a. D. F.W. Raiffeisen zu Heddesdorf als eine Vereinsangelegenheit zu betrachten, solche Vereine über den ganzen Vereinsbezirk zu organisieren und demzufolge den Vorstand des Vereins und die Direktion der Lokalabteilungen aufzufordern, diese Organisation auf alle Weise zu fördern und sich zur besonderen Aufgabe ihrer künftigen Tätigkeit zu machen". 

Raiffeisen wurde ein Forum zur Verbreitung seiner Ideen durch diese Vereine zur Verfügung gestellt. Wesentlichen Anteil daran hatte der Generalsekretär des Dachverbandes von Rheinpreußen, Herr Thilmany. Er warb sehr intensiv für die Verbreitung der Darlehnskassen-Vereine. 

1868 errichtete der Landwirtschaftliche Verein Rheinpreußens sogar eine besondere Hilfsabteilung für das Darlehnskassenwesen und übertrug Raiffeisen die Ressortleitung. So arbeiteten bereits 1870, vier Jahre nach Erscheinen seines Buches über die Darlehnskassen, 75 Vereine in der Rheinprovinz nach diesem Must

(Foto: Stadtarchiv Neuwied)